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12.03.2017 (Quelle: t-online.de/gesundheit/gesund-leben)

Neues Gesetz: Dafür bekommen Sie Geld von Ihrer Krankenkasse

Gesetzlich Krankenversicherte erhalten Erleichterungen! In Zukunft werden benötigte Hilfs- und Heilmittel per Gesetzt leichter bewilligt. Die Qualität der verschriebenen Maßnahmen wird dabei im Vordergrund stehen. Außerdem wird eine zusätzliche Entbürokratisierung angestrebt.

Durch die Stärkung des neuen Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetzes soll der Zugang für die Versicherten zu den richtigen Medikamenten erleichtert und diese finanzielle Unterstützung durch die Kassen soll ein mehr selbstständiges Leben der Versicherten ermöglichen. Dazu werden neben Sehhilfen auch Rollstühle, Hörgeräte, Inkontinenzhilfen und andere Heil- und Hilfsmittel von den Krankenkassen bezuschusst.

Leistungsträger - Krankenkassen und Leistungserbringer – Ärzte, Apotheker, Therapeuten und Sanitätshäuser sollen ihre Kunden und Patienten besser und freiwillig beraten. Nicht der Patient muss sich in Zukunft selber über Bezuschussungen informieren sondern die Beratung muss über alle, dem Patienten zustehende Leistungen freiwillig und umfassend informieren. Diese soll den Betroffenen vor ungerechtfertigten Mehrkosten schützen.

Der Bundesrat hat dies Gesetz gebilligt und es tritt am 11.03.2017 in Kraft.

Gehhilfen, Rollstühlen, Hörgeräten und Heilmittel

Das Hilfsmittelverzeichnis des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen muss demnach überarbeitet, erweitert und dann ständig aktualisiert werden. In diesem Verzeichnis werden sämtliche Hilfsmittel gelistet, welche von den Krankenkassen bezuschusst werden. Durch diese Erweiterung soll es den Versicherten ermöglicht werden, den Alltag weitgehend ohne fremde Hilfe zu meistern.

Das bedeutet Hilfsmittel wie z. B. Rollstühle, Prothesen und Hörgeräte, die der Prävention und Rehabilitation dienen werden ab März 2017 von den Krankenkassen ganz oder teilweise übernommen. Außerdem soll neben den Kosten auch die Qualität der Hilfsmaßnahmen bei der Bewilligung mit berücksichtigt werden. Dies ließ Hermann Gröhe, Bundesgesundheitsminister, verlauten.

"Blankoverordnung" sind erlaubt

Die Leistungserbringer – Sanitätshäuser und Therapeuten, entscheiden nun über die Dauer oder die Häufigkeit der verschriebenen Therapien wie z.B. Ergotherapie, Physiotherapie oder Logopädie.

Dazu füllt der behandelnde Arzt des Kassenpatienten eine Verordnung aus ohne darin Angaben über die Häufigkeit oder Dauer der Leistungen vorzugeben. Dies zu entscheiden obliegt dann dem Therapeut oder Leistungserbringer, welcher die Werte nach seinem Ermessen eintragen kann.

Das bedeutet für den Patienten erhebliche Erleichterungen denn nun können verordnete Therapien und Leistungen ohne jeweils neue Rezepte vom Arzt über mehrere Wochen oder Monate durchgeführt werden und auch die Häufigkeit von Anwendungen bestimmt der Therapeut in Absprache mit dem Patienten. Unnötig häufige Arztbesuche entfallen somit und entlasten Patienten und Ärzte.

Kontrolle durch die Krankenkassen

Die Krankenkassen sind angehalten die neuen Pflichten der Leistungserbringer zu überprüfen. Dazu werden Stichproben durchgeführt deren Abläufe in der nächsten Zeit vom Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen bekannt gegeben werden.
Insgesamt wird die Stellung der Krankenkassen durch das neue Gesetz geschwächt. Ihr bisheriger Einfluss aufgrund von vorgegebenen Budgets und Honorare pro Patient pro Quartal auf die Dauer und Häufigkeit von Anwendungen wurde zum Vorteil des Patienten eingeschränkt

Was bedeutet das für die Betroffenen?

Durch das neue Gesetz werden Diagnosen nicht mehr nach den Vorschriften und deren Budgets ausgerichtet sondern werden verstärkt den Bedürfnissen jedes einzelnen Kassenpatienten ausgerichtet.

 

 

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